Jetzt auch Bilder online!
In Wuhan waren wir zuletzt stehen geblieben …
Zu Wuhan gibt es nicht mehr viel zu erzählen, ich hatte
mir dort ein zwei Sachen angeschaut, aber ansonsten mich eher erholt und den
Rest der Reise geplant.
1. Huangshan (Gelber Berg)
Von Wuhan ging es zunächst mit dem High-Speed-Train nach
Hefei, wo ich laut Internetauskunft einen Bus nach Huangshan bekommen kann. Und
es hat auch problemlos geklappt. Ich bin aus dem Bahnhof in Hefei ausgestiegen
ca. 400 m Schildern und anderen chinesischen Reisenden gefolgt zum Busbahnhof.
Dort zum Ticketschalter, nur leider habe ich von der Dame am Schalter fast
nichts verstanden, nur so viel, dass ich bei ihr kein Ticket bekomme. Dann war
aber eine junge Chinesen so hilfsbereit mir in langsamen
Chinesisch-Englisch-Mix zu erklären wo ich das Ticket bekomme.
Dort angekommen, gab es sofort ein Ticket und ich wurde
quasi an der Hand zum Bus gebracht, da dieser gerade abfahren wollte. Nur war
es nicht der normale Reisebus, es war zunächst ein Minibus, 12 Sitze oder so.
Ich hatte die Ehre vorne sitzen zu dürfen. Eine gute halbe Stunde sind wir
durch Hefei gekurvt bis zu einer Tankstelle, dort wurde getankt und auf den „normalen“
Bus gewartet. Beim Einsteigen war das Theater groß, eine Ausländerin oh… Und
man wollte mich in die hinterste Ecke des Busses setzten. Nur dort waren die
Sitze ein wenig zu klein und nicht mehr ganz somit habe ich ein bisschen
protestiert – auf Chinesisch und mit Erfolg :D. Zu guter Letzt erhielt ich
einen normalen Platz und bin ziemlich gut in Huangshan-Stadt angekommen.
Eigentlich hatte ich geplant einen Tag in der Stadt zu
bleiben und dann am zweiten Tag den Berg zu erklimmen. Aber es stellte sich als
schwierig heraus auf dem Gipfel des Berges noch eine Unterkunft zu bekommen,
die halbwegs bezahlbar war.
Dafür habe ich dann in meinem Hostel eine Gruppe Chinesen
kennen gelernt die am folgenden Tag den Berg bezwingen wollten und dort in
Zelten schlafen wollten. Diese Zelte kann man auf dem Gipfel „mieten“. Somit
habe ich dann meinen Plan geändert und bin am nächsten Morgen früh auf um mit
drei Chinesen auf den Berg zu klettern und dann dort mit einer Chinesin auf dem
Gipfel in einem Zelt zu schlafen und um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang zu
sehen. Der sich leider aber nicht so recht gelohnt hat.
Die Tour war trotz sieben Stunden Aufstieg, sechs Stunden
Abstieg (inklusive Sehenswürdigkeiten auf dem Weg) und zwei Mal klitsch nass und nicht beeindruckendem
Sonnenaufgang, sehr lohnenswert. Es gab wirklich tolle Ausblicke und auch ein
paar Ecken ohne viele Touristen!
2. Hangzhou
Hangzhou gilt als eine der reichsten Städte Chinas.
Zumindest behaupten das die Chinesen, die ich dort getroffen habe. Und man hat
auch gemerkt, dass die Preise für Speis und Trank ein wenig teurer waren.
Hangzhou ist bekannt für seinen Westsee, der direkt an die Innenstadt angrenzt. Es wird behauptet er sei so schön, dass er vieler Orts z.B. in Japan kopiert wurde. Es ist ein künstlich angelegter See, der dadurch entstanden ist, dass man früher die Sumpflandschaft am angrenzenden Fluss trockengelegt hat und somit einen See vom Fluss abgespalten hat.
Hangzhou ist bekannt für seinen Westsee, der direkt an die Innenstadt angrenzt. Es wird behauptet er sei so schön, dass er vieler Orts z.B. in Japan kopiert wurde. Es ist ein künstlich angelegter See, der dadurch entstanden ist, dass man früher die Sumpflandschaft am angrenzenden Fluss trockengelegt hat und somit einen See vom Fluss abgespalten hat.
Viele oder eigentlich alle chinesischen Touristen mieten
sich ein Fahrrad und fahren einmal um den See. Da ich nicht so recht Lust auf
den chinesischen Verkehr hatte, habe ich mir für die Fuß-Variante entschieden
und bin einmal um den See gelaufen. Das
hat mit Abstechern zu Sehenswürdigkeiten und einer Regenpause gute sechs
Stunden gedauert. Besonders toll fand ich die Lotusblumen-Felder. In manchen
Teilen des Sees war der See nicht mehr zu sehen so viele Lotuspflanzen waren
dort.
3. Shanghai
Wiedertreffen mit Nga, bevor sie ihre Familie in Vietnam
besuchen geht. Und das haben wir zum Anlass genommen zusammen in Shanghai das
Nachtleben zu genießen.
Aber von vorn. Shanghai hat mich als Stadt ein wenig
enttäuscht, es ist zwar ein interessanter Mix aus Alt und Neu, aber mir fehlte
irgendetwas an der Stadt. Sie hat mich nicht beeindruckt. Neben den
Standard-Touri-Attraktionen, die wir auch gemacht haben, hatte Nga einen
Insider-Tipp. Sie war schon einmal dort und die Idee im Ritz-Carlton-Hotel
einen Cocktail in der Roof-Top-Bar zu trinken, war super. Es war schon eine
beeindruckende Aussicht von dort oben. Draußen, 54 Stockwerke über Shanghai
ohne Glasscheibe etc.
Anschließend hatten wir noch einen schönen Abend und haben
ein bisschen das Nachtleben in einem Club genossen. :D
Am nächsten Tag ging es für Nga weiter nach Vietnam und
für mich nach Suzhou.
Byebye Nga, warst ´ne tolle Reisepartnerin J
4. Suzhou
„Chinas Venedig.“ Da kann ich nicht ganz mitreden, den
ich war noch nie in Venedig, aber so wie ich mir Venedig vorstelle, hat Suzhou
nicht viel mit Venedig zu tun. Ok, es fließt auch Wasser durch die Stadt, aber
das vielleicht durch drei Kanäle….
Dafür hat Suzhou ganz tolle Parks im Angebot. Alle sind
heiß begehrt und wenn man nicht früh morgens dort ist, wird man mit den
Touristenmassen nur so durch die engen Wege der Parks geschoben.
5. Taishan/ Tai‘an
Der Taishan ist eigentlich der bekannteste heilige Berg
Chinas. Ich habe gelesen, er gehört zu den meist bestiegenen Bergen der Welt. Auf
den Berg führt eine 9 km lange Treppe mit ca. 6293 Stufen +-. Da ich um sechs
Uhr morgens losgelaufen bin, hatte ich auf dem ersten Stück fast nur
Gesellschaft von lokalen Frühsportlern, die die Treppen wohl als Trainingsplatz
nutzen. Aber spätestens auf halber Strecke zum Gipfel füllte sich der Weg so
schnell, dass man nur noch Chinesen um sich herum hatte. Man kann das erste
Stück mit einem Bus bis ca. zur Hälfte des Berges nehmen, das zweite Stück gibt
es dann noch eine Seilbahn oder den Fußweg/Treppe.
Man hatte mir gesagt, man brauch mind. vier Stunden bis
zum Gipfel, aber ich glaube das ist für die Chinesen gedacht. Nach dreieinhalb
Stunden war ich oben. J
Und habe mir ein ruhiges Plätzchen zunächst in einem Tempel gesucht und ein
bisschen die Atmosphäre genossen. Auf dem Gipfel, der eigentlich eine Art Plateau
ist, gab es verschiedenste Tempel oder andere Ausgucke. Ich habe mir für mein
zweites Frühstück einen großen Fels in der Sonne mit keinen Chinesen (Chinesen
meiden die Sonne) gesucht, die Ruhe und
der Ausblick waren herrlich. Den Sonnenbrand habe ich dafür in Kauf genommen.
Am nächsten Tag habe ich mir noch in Tai’an, die
eigentliche Stadt am Fußes des Berges den dazugehörigen Tempel angeschaut. Und
ich war erstaunt, der Berg ist so überlaufen, aber da, wo die ganze Geschichte
von dem Berg beginnt, im Tempel am Fuße des Berges ist kein Mensch.
6. Tai’an – Luoyang
Oh man, zehn Stunden Zug mit nicht netten Chinesen und
einem hyperaktiven Kind ohne Mutter und dessen Vater sich betrinkt, waren zu
viel für meine Nerven.
Ich war die letzte Zeit schon ein wenig genervt von den
Chinesen und ein paar chinesischen Eigenheiten, aber diese Zugfahrt von Tai’an nach
Luoyang hat mir meine letzte Energie geraubt.
Und als ich am nächsten Tag noch mit einer dicken
Erkältung aufgewacht bin (die Züge sind stark klimatisiert), stand für mich
fest – ich brauche Erholung vom Reisen und werde zurück nach Xi’an fahren.
Luoyang und das in der Nähe liegen Shaolin Klostern sowie
der Huashan waren sowieso meine letzten Ziele der Reise und bis auf den Huashan
habe ich auch noch alles gesehen.
So habe ich mich für einen Tagesaufflug auf den Weg zum
Shaolin Kloster gemacht (die Anreise war auch nicht „ärgerlos“, aber lassen wir
das hiermit mal so stehen). Das Kloster an sich unterscheidet sich meiner
Meinung nach nicht stark von anderen Tempeln/Klosteranlagen in Asien,
allerdings der ganze riesige Bereich um das Kloster ist toll. Die Gegend ist
bekannt für seine Kung-Fu-Künste und somit gibt es zahlreiche Kung-Fu-Schulen
und man hat an jeder Ecke eifrige Kids trainieren sehen.
Auch gibt es noch einen Pagodenwald, dort stehen Stein-Steelen mit chinesischen Zeichen, die schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Und nicht zu Letzt den Song-Berg, ein weiterer heiliger Berg, der auch mit tollen Aussichten lockte. Dessen Felsformationen zum Teil wie ein Buch von der Seite aussah, toll. J
Auch gibt es noch einen Pagodenwald, dort stehen Stein-Steelen mit chinesischen Zeichen, die schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Und nicht zu Letzt den Song-Berg, ein weiterer heiliger Berg, der auch mit tollen Aussichten lockte. Dessen Felsformationen zum Teil wie ein Buch von der Seite aussah, toll. J
Zurück in Luoyang ging es am letzten Reisetag noch zu den
Longmen-Grotten. Dabei handelt es sich um eine der vier größten buddhistischen
Felstempelanlagen Chinas. Leider wurden viele Statuen zerstört und geplündert.
Viele Buddhafiguren und –köpfe, die weltweit in Museen ausgestellt werden,
stammen von hier.
Die größte Statue ist ca. 17 m hoch und der Kopf misst 4
m davon. Schon ein beeindruckendes Bauwerk, das von verschiedenen Kaisern immer
wieder erweitert wurde.
Und zu guter Letzt bin ich jetzt wieder in Xi’an angekommen
und werden, wenn meine Erkältung weg ist mir den Huashan als ein Tagesausflug
vornehmen.
Die Reise hat mir trotz auf und abs gut gefallen und ich
bin um viele Eindrücke reicher geworden.
Reisen in China ist eine tolle Sache, man erlebt viel,
trifft sehr viele Leute, bekommt sehr viele verschiedene leckere oder nicht
leckere Essen vorgesetzt und man sieht viele tolle Flecken auf dieser Welt.
Besten Gruß
Kat
PS. Wie bisher Fotos folgen…
Ich freue mich immer wieder, etwas schönes zu lesen.....
AntwortenLöschenLG Kerstin
Echt cool, was du so erlebst!
AntwortenLöschenLG Martina